Jan Tenner: In der Hölle von Ostland (6)

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Gestern Abend habe ich mir Folge 6 der ersten Staffel  aus der neuen Jan Tenner-Serie angehört. Wie ich das ja schon bei der Rezension zu Folge 5 geschrieben hatte, „lebt“ der Kosmos der neuen Serie nun definitiv aus sich selbst hinaus. Nun sogar so sehr, dass sich eine richtige Eigendynamik bemerkbar macht und den Hörer mit sich reißt!

Worum geht es? Jan Tenner Senior wird von einem Mann entführt, der ein Teleporter ist, also ohne Zeitverlust sogar längste Distanzen mit schierer Willenskraft zurücklegen kann. Wo die Reise für Jan hingeht? Natürlich ins sagenumwobene Ostland, wie der Titel des Hörspiels schon andeutet. Und es wird eine wirklich höllische Reise …

Mir hat jede einzelne Episode dieser Staffel gut gefallen, aber Folge 6 ist für mich der definitive Höhepunkt gewesen. Auch wenn es abgeschmackt kling, aber hier hat sich die neue Serie definitiv von den alten Serien erfolgreich „emanzipiert“ und ist genau dort, wo sie hingehört: Genau auf den Punkt!

Der Autor Kevin Hayes bohrt richtig dicke Bretter, indem er sogar die ganze bisherige Welt in Frage stellt: Gibt es nicht nur im Zusammenhang mit Ostland ein Geheimnis, sondern sogar auch hinter Westland?

Mit dieser Frage wirft er eine alte Frage neu auf, die ich mir schon öfter gestellt habe: Wo und wann spielt die Serie Jan Tenner eigentlich? Ein Westland hat es niemals gegeben, aber der Planet auf dem unsere Freunde leben, heißt doch Erde? In diesem Zusammenhang ist es auch spannend, dass die Grenze zu Ostland nicht einfach der Atlantik zu sein scheint, sondern auch durch die Sahara verläuft. Es scheint ein kleines Detail zu sein, aber es gibt der Welt dieser Serie nochmal mehr Pepp!

Völlig „unverschämter Weise“ endet diese Folge mit einem Cliffhanger, aber ganz ehrlich – würden wir es anders haben wollen? Ich für meinen Teil muss sagen: Nein, niemals nicht. Das ist doch eben das Salz in der Suppe!

War ich bisher vor allem Fan der Jan Tenner-Classic Serie, bin ich jetzt auch Fan der neuen Serie. Dies gilt auch, wenn ich durchaus etwas anderes gemacht hätte – aber hey: Dann wüsste ich ja schon vorher alle Überraschungen, und könnte mich gar nicht mehr so wunderbar bei der Serie entspannen.

Sehr schön fand ich auch die Anspielung auf K.H. Scheer, einen der Gründerväter der Science Fiction-Serie Perry Rhodan.

Ob ich weiter am Ball bleibe? Dumme Frage! Und das nicht nur deshalb, weil das Treffen mit dem Ur-Bösewicht Professor Zweistein in die nächste Staffel verschoben wurde … Nein, ich will wissen, wie es weitergeht!

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Jan Tenner: Gefangene der Parallelwelt

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In Folge 4 der neuen Jan Tenner-Serie unternehmen unsere Freunde einen Übungsflug mit dem Silbervogel. Als sie diesen erfolgreich abgeschlossen haben, kommen sie jedoch nicht zuhause an, sondern auf einer Parallelwelt. Auf dieser Erde ist jedoch einiges anders, als es ansonsten im Jan Tenner-Kosmos ist: Freunde sind Feinde, Feinde sind Freunde. Worüber ich mich besonders gefreut habe, ist das Comeback des vielleicht genialsten Bösewichts in der Science Fiction: Professor Zweistein!

Aber nichts ist so, wie es zuerst scheint. Wirkt die Situation auf der Erde zuerst noch recht überschaubar, wird alles zunehmend komplexer und es taucht ein weiterer neuer, machtvoller Gegenspieler auf. Außerdem bekommen die Freunde Informationen, die das bisher Erlebte in ein völlig neues Licht rücken, und direkte Bezug auf einige offenen Fragen aus Folge 1 nehmen. Da kann man Kevin Hayes nur gratulieren, das war wirklich gutes Storytelling!

Bisher hat sich jede Folge der neuen Jan Tenner-Serie sehr von den anderen unterschieden. Folge 1 war das Bindeglied zur Classic-Serie und konnte mit spannender Action aufwarten, Folge 2 erzeugte Gruselstimmung, Folge 3 baute auf einem stimmungsvollen Actionplot und Folge 4 lässt die Charaktere spannend miteinander interagieren, um ein Problem zu lösen. So kommt garantiert keine Langeweile beim Hörer auf. Außerdem wird durch die Querverweise auf z.B. Ostland auch effizientes Worldbuilding betrieben. Mit Folge 4 hat die neue Serie allerspätestens alles bisher Dagewesene hinter sich gelassen und zeigt dem Hörer einen eigenständigen Kosmos, den es zu durchstreifen gilt.

Durch die “Doppelrollen” der Sprecher in der Parallelwelt könnte es zu Verwechselungen kommen, aber die Sprecher agieren auf so hohem Niveau und exakt auf den Punkt, das dies niemals bei mir passiert war. Das liegt aber sicherlich auch an der gekonnten Regiearbeit von Simeon Hrissomallis, die diese Folge sehr gut strukturiert hat.

Dass der Leone Zagor jetzt etwas mehr in den Mittelpunkt der Handlung rückt, gefällt mir sehr gut. Dieses Volk war ja zeitweise der Hauptgegner in der Classic-Reihe. Deshalb würde ich gerne mehr über die Geschicke der Leonen erfahren, aber wer weiß … Vielleicht werden wir das ja noch erfahren!

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Jan Tenner: Das Hirn des Bösen

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Das also ist Folge 3 der neuen “Jan Tenner” Serie. Vor dem Hören war ich gespannt, ob die offenen Fragen der ersten Folge aufgegriffen werden. Dies kann ich vorwegnehmen: Nein, es geht in dieser Folge noch nicht um den geheimnisvollen Gegner und auch nicht um die Frage, was mit Professor Futura, Tanja und General Forbett in den letzten 30 Jahren passiert ist.

Nach der sehr düsteren Folge 2 “Der lautlose Tod” präsentiert uns Kevin Hayes hier einmal mehr seine Vielseitigkeit, indem er uns eine herrlich schöne Action-Geschichte präsentiert. Damit hatte ich nicht gerechnet und war dementsprechend positiv überrascht.

Wer jetzt aber glaubt, dass Folge 3 ein reiner “Fall der Woche” ist, der irrt gewaltig. Zuerst geht es um einen Angriff auf das bestens gesicherte Labor von Professor Futura. Dieser wird atmosphärisch sehr dicht erzählt und kann absolut fesseln. Der Clou ist jedoch, dass in dieser Folge ein neuer Bösewicht eingeführt ist, der durchaus das Zeug zum Erben von Professor Zweistein haben könnte: Professor Benjamin Brain, der in dieser Folge seine Metamorphose zum “Hirn” durchmacht. Ich denke, von diesem Herrn werden wir aber durchaus noch mehr hören …

Ich persönlich freue mich besonders auf das Thema “Ostland”, denn in Folge 3 werden Nägel mit Köpfen gemacht und das Gegenstück zu Westland spielt zum ersten Mal eine gewichtigere Rolle.

Sehr positiv fand ich auch den Bezug auf die Geschehnisse aus Folge 2, denn die Ewana spielen bei dem Angriff auf das Institut eine sehr wichtige Rolle.

Technisch gesehen gibt es auch absolut nichts zu meckern. Für meinen Geschmack hätte es aber gerne noch etwas mehr Synthieeinlagen geben dürfen. Die Sprecher machen allesamt einen sehr guten Job, wobei ich erneut die Leistung von Lara (Sarah Riedel) hervorheben muss, die zukünftig gerne mehr Raum haben darf.

Ich bin erneut rundherum zufrieden und hatte eine wirklich schöne Stunde und freue mich auf weitere Abenteuer.

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Jan Tenner: Der lautlose Tod

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Jan Tenner Episode 2: Der lautlose Tod

Nach dem fulminanten Einstieg in die neue Serie waren meine Erwartungen natürlich groß. Das ist aber gefährlich, denn wenn die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden, tritt schnell Frustration ein und man ist zu einer sehr subjektiven Bewertung geneigt. Ich habe mich aber um eine möglichst objektive Sichtweise bemüht und glaube,  dass mir das auch gelungen ist.

Worum geht es? Zwei Angestellte des Instituts von Professor Futura machen einen Angelausflug. Da einer der beiden Männer nicht ohne einen großen Fang zurückkehren möchte, hat er ganz besondere Würmer mit zum Angeln genommen. Er eröffnet seinem nichtsahnenden Kollegen, dass er die Würmer bewusst im Institut einer neuartigen Strahlung ausgesetzt hat. Die Würmer zeigen nun ein besonderes Wachstum und scheinen sich auch in Windeseile zu vermehren. Doch die Tiere haben auch an ihrem Erschaffer ein gesteigertes Interesse. Sie klettern an seiner Kleidung hoch bis zu seinem Hals, und verschwinden dann sogar im Ohr des Unglücklichen. Eine eiligst herbeigerufene Ambulanz kann dann aber nur noch den Tod des Mannes feststellen …

Aus diesem Anfang entwickelt der Autor Kevin Hayes dann ein wirklich beklemmendes Szenario, dass Erinnerungen an „Outbreak“, „Alien“ aber auch „Die Fliege“ wach werden lässt. Dabei werden aber in keinem Moment die Grenzen des guten Geschmacks verletzt, so dass man zwar durchaus einen wohligen Grusel verspürt, aber niemals den blanken Horror. Die Art und Weise wie das geschieht, beruht natürlich auf dem besonderen Können des Autors, der auf einen sehr großen Erfahrungsschatz zurückblicken kann. Selbstverständlich ist daran aber auch die tolle Umsetzung des Hörspiels beteiligt, die gänzlich auf billige Schockeffekte verzichtet. Auf diese Weise wird das Hören niemals langweilig, aber z.B. auch für Kinder nicht zu extrem. Besonders erwähnenswert ist auch das Ende des Hörspiels, das mich persönlich wirklich positiv überrascht hat.

In dieser Folge sticht für mich Lutz Riedel als ziemlich angeschlagener Jan Tenner senior hervor, der eine wirklich tolle Leistung abgibt. Sein Zwiegespräch mit den Ewana und sein abdriften in den zeitweiligen Wahnsinn sind mehr als nur hörenswert. An dieser Stelle muss aber auch Sarah Riedel als toughe Lara Tenner erwähnt werden, die in ihren relativ kurzen Auftritten als echte Powerfrau glänzt. Hier wünsche ich mir für die Zukunft mehr Raum für diese interessante Stimme!
Ein Übriges tun die wirklich schönen Synthie-Einlagen, die auf den Punkt die richtige Länge haben und so stimmig in das Hörspiel passen. Das ich Till Hagen überaus mag, habe ich ja schon bei der Rezension zu Episode 1 betont, für mich gehört er als Sprecher schon jetzt untrennbar zur neuen Serie hinzu.

Abschließend sei noch bemerkt, dass dieses Abenteuer für sich selbst steht und sich nicht auf die offenen Fragen von Episode 1 bezieht. Das stellt für mich jedoch definitiv keinen Kritikpunkt dar, denn dies ist eine durchaus bewährte Herangehensweise aus dem Heftromanbereich. Wenn die einzelnen Abenteuer so schön umgesetzt werden wie hier, ist wirklich jede Episode ein absoluter Gewinn und man sollte keine verpassen. Die Fans des Classic Hörspiels kennen diese Technik sowieso schon, da sie dort ebenfalls Anwendung fand.

Nach Episode 2 kann man definitiv sagen: Die Serie läuft und man sollte dranbleiben. Dies trifft umso mehr zu, da es sich hier ja auch um eine Serie Made in Germany handelt. Während die meisten Netflix-Produktionen und sowieso jeder phantastische Kinofilm mittlerweile aus dem englischsprachigen Teil der Welt kommen, floriert die deutsche Phantastik weiterhin. Auch das sollte man unterstützen, besonders wenn die Qualität einfach stimmt!

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Jan Tenner: Ein neuer Anfang

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Ich wurde 1978 geboren und bin deshalb wohl ein Kind der 80er Jahre. Meine Kindheit war geprägt von den Masters of the Universe, dem C64,  aber auch sehr vielen Büchern UND Hörspielen. 

Neben den Einstiegsdrogen „Benjamin Blümchen“ und „Flitze Feuerzahn“ waren es besonders zwei Serien, die bei mir bleibenden Eindruck hinterlassen haben: „Die drei ???“ und „Jan Tenner“.
Während „Die drei ???“ ununterbrochen und mit großem Erfolg laufen, ist es um „Jan Tenner“ ruhig geworden. Die Serie endete offiziell 1989 (ich war damals 11 und unfassbar traurig) und wurde erst 2000 mit einer letzten Folge abgeschlossen. 

Heute schreiben wir 2019, ich bin demnach 41 und mein kleiner Sohn hat gerade „Benjamin Blümchen“ für sich entdeckt. Just zu diesem Zeitpunkt erscheint das Hörspiel „Ein neuer Anfang“ als Nummer 1 einer neuen „Jan Tenner“-Serie. Was blieb mir da schon anderes übrig, als sofort einzusteigen?

Ich habe meine Erwartungen an die neue Serie bewusst etwas heruntergeschraubt. „Jan Tenner“ ist für mich natürlich ein Stück Kindheit, also extrem positiv besetzt. Das muss ich bei meiner Rezension einfach berücksichtigen, sonst kann daraus keine faire Beurteilung erfolgen. Also habe ich „Ein neuer Anfang“ in meinen CD-Player eingelegt und mir eine Stunde Freizeit gegönnt.  Soviel möchte ich schon jetzt verraten: Ich habe es definitiv nicht bereut!

Wenn ich ganz ehrlich bin, hatte mich das Hörspiel bereits bei den ersten Klängen des  Synthesizer –Soundtracks um den Finger gewickelt. Ich bin kein Musiker und generell eher der Welt der Schrift zugewandt, aber für mich hörte sich das ziemlich nach dem originalen Soundtrack an. Vielleicht wurde er minimal aktualisiert, da bin ich mir aber nicht sicher.
Generell wurde das Hörspiel extrem sauber und aufwendig produziert. Alle Einsätze sind auf den Punkt, der Pegel befindet sich auf einem einheitlichen Niveau und es wurden ausschließlich professionelle Sprecher ausgewählt, was sich am Ende nur noch mit „Kino für die Ohren“ beschreiben lässt!

Ich habe mich dabei besonders über Till Hagen gefreut, den ich als „Dr. Templeton“ in der (leider unvollendeten) Hörspielserie „Edgar Allan Poe“ von LPL kennen und “hassen” gelernt habe. In Deutschland ist Till Hagen wahrscheinlich deshalb bekannt, da er die deutsche Stimme Kevin Spacey ist.
Aber das ist natürlich nur bedingt wahr, denn ich verschweige gerade Lutz Riedel und Marianne Groß als DAS Highlight. Bei diesen Sprechern handelt es sich nämlich um die Originalstimmen von Jan Tenner und Laura aus der alten Serie!

Inhaltlich werde ich nicht zu viel verraten, da ich niemanden den Genuss dieses wirklich gelungenen Hörspiels verderben möchte. Deshalb nur so viel: Westland erlebt nach dem Friedensvertrag mit den Leonen eine Phase der Prosperität. Nur Ostland schottet sich unter einem Energieschirm ab und ist nicht zur internationalen Kooperation bereit.
Eines Tages werden General Forbett, Laura und Jan Tenner durch die dringliche Bitte von Professor Futura in sein Institut gerufen. Forbett kommt vor Jan und Laura im Institut an, als sich dort seltsame Dinge ereignen. Da Laura und Jan im Verkehr festhängen, rufen sie im Institut an und haben plötzlich Mimo in der Leitung, also den Bordcomputer des Silbervogels.  Außerdem hören sie einen Schrei, der von Tanja, der früheren Assistentin von Professor Futura ausgestoßen wurde. Die Assistentin wurde einst bei einem Experiment lebensgefährlich verletzt und daraufhin vom Professor eingefroren.  Doch dann nehmen die Dinge ihren Lauf und eine vernichtende Explosion zerreißt das Labor. Professor Futura, General Forbett und Tanja werde daraufhin für Tod erklärt. Nur Mimo hat die Explosion unbeschadet in einem Stasis-Feld überlebt. Mehr möchte ich aber wirklich nicht verraten, da jeder Interessierte sich das Hörspiel selbst gönnen sollte!

Aber dennoch habe ich noch nicht alles gesagt. Das Hörspiel trägt den Titel „Ein neuer Anfang“ und ich muss gestehen, es hätte keinen besseren Titel geben können. Zauberstern Records ist es gelungen, die Serie ins Jetzt zu holen.  Das gelingt durch einen erzählerischen Kniff, den ich an dieser Stelle nicht verraten möchte.  Ich will es aber abstrakt ausdrücken: Die Zeit ist eben auch nicht in Westland stehengeblieben, der Kosmos hat sich mit allen Protagonisten glaubhaft weiterentwickelt. Aber dies bedeutet auch, dass es natürlich nicht so weitergeht wie „früher“. Diesen Ansatz hat Zauberstern Records auch löblicherweise nicht verfolgt, deshalb beginnt die neue Serie auch konsequent mit Folge 1. Um allen Spekulationen zuvorzukommen: Nein, es handelt sich auch nicht um eine „Neo Jan Tenner“ Variante, wie dies z.B. bei „Perry Rhodan Neo“ gemacht wird. Die Idee dahinter ist eine Neuerzählung alter Abenteuer aus der heutigen Perspektive. Das gelingt bei „Perry Rhodan Neo“ sehr gut, aber im Fall von „Jan Tenner“ freue ich mich lieber auf wirklich neue Abenteuer.  Dies schließt dann allerdings auch vielleicht einen neuen Protagonisten ein, der aber dem alten sehr “ähnlich” ist. Diese Quadratur des Kreises schafft der Sprecher Florian Clyde auf fast geniale Art und Weise.

Die neuen Geschichten stammen übrigens von Kevin Hayes, der auch schon die Skripte für die Classic-Serie ab Episode 7 geschrieben hat. Deshalb kann ich als Nostalgiker getrost sagen: Man erkennt die Serie sofort wieder, auch wenn sie sich mit „Ein neuer Anfang“ wirklich von Grund auf neu erfunden hat. Besonders erwähnenswert finde ich, dass  „Althörer“ und „Ersthörer“ gleichermaßen dabei auf ihre Kosten kommen. Alles dringend Notwendige erfährt der Hörer durch dezente Erklärungen im Hörspiel.

Ich habe mich mit Folge 1 wirklich gut amüsiert und vor allem „gleich wieder zu Hause gefühlt“.  Das hat meiner Meinung nach vor allem mit der hervorragenden Arbeit des Regisseurs Simeon Hrissomalis, den tollen Sprechern, dem Skript von Kevin Hayes und der stimmungsvollen Soundkulisse zu tun. KIDDINX hat mit Zauberstern Records einfach einen sehr professionellen Partner gefunden, der respektvoll mit der Classic-Serie umgeht und ganz toll performt!

Dennoch gibt es für mich auch einen Wehrmutstropfen. Mir ist als Kind vor allem auch Heinz Giese als bärbeißiger General Forbett in Erinnerung  geblieben. Leider ist Heinz Giese aber bereits 2010 verstorben. Aber das liegt leider in der Natur des Menschen – sein Leben ist endlich.

Ob ich weiter dranbleiben werde? Aber natürlich! Ich bin schon gespannt,  um wen es sich bei dem neuen Feind (jawohl, den gibt es auch) genau handelt, und wie man ihn besiegen kann!