Von der Byzanzforschung zum Weltenbau der Möglichkeiten
Harry Turtledove ist kein Name, den man nur in Science Fiction Zirkeln flüstert. Er ist der vielleicht einflussreichste Autor alternativer Geschichtsliteratur der letzten Jahrzehnte, ein Historiker mit Promotion in byzantinischer Geschichte und ein Erzähler, dessen Werk so ausufernd ist, dass man es kaum in einem einzigen Feature fassen kann. Dieser Text ist ein Versuch, die Fäden seiner vielen Welten sichtbar zu machen und ihren Schöpfer einzuordnen.
Vom Historiker zum Geschichtenerzähler
Geboren wurde Harry Norman Turtledove am 14. Juni 1949 in Los Angeles. Früh begeisterte er sich für Geschichte und Politik, weniger für das Anekdotische als für Strukturen, Brüche und Ursachen. Sein akademischer Weg führte ihn tief in die Welt des Byzantinischen Reiches, ein Forschungsfeld, das bereits von permanenter Bedrohung, kultureller Durchmischung und historischen Abzweigungen geprägt ist.
Diese wissenschaftliche Grundierung unterscheidet Turtledove von fast allen anderen Autoren seines Genres. Seine Romane fragen nicht verspielt, was hätte sein können, sondern untersuchen nüchtern, was wahrscheinlich passiert wäre. Geschichte ist für ihn kein Schicksal, sondern ein System.
Heute lebt Turtledove in Südkalifornien. Er ist mit der Schriftstellerin Laura Frankos verheiratet und Vater von drei Töchtern. Seine schriftstellerische Laufbahn begann Ende der siebziger Jahre, zunächst unter Pseudonymen wie Eric G. Iverson oder H. N. Turteltaub. Erst später bekannte er sich zu seinem bürgerlichen Namen und begann, unter diesem ein Werk aufzubauen, das seinesgleichen sucht.
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