Dr. Morton Band 119: Nichts als Heroin

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Romantruhe


Ich lese abwechselnd alte und neue Dr.-Morton-RomaneNichts als Heroin repräsentiert für mich in dieser Hinsicht den aktuellsten Band, da Band 121, Feuerteufel, eher wie ein neuer Lord-Roman wirkt. Entsprechend gespannt war ich, als ich mit dem Lesen von Nichts als Heroin begonnen habe.

Ich mag auch den anderen Ton der Lord-Romane, aber die klare Struktur und kompromisslose Härte der Morton-Abenteuer gefallen mir noch ein Stück besser. Und genau hier punktet Nichts als Heroin auf ganzer Linie!

Ein Abenteuer wie aus einem Guss: Es entführt den Leser ins England der Siebziger und bewegt sich glaubhaft in diesem Kosmos. Action, Tempo, Morton und Grimsby als ambivalente Titelhelden – ganz großes Kino!

Dr. Morton arbeitet an einem Mittel zur Aggressivitätssteigerung, als ihm eine Idee kommt: Eine bestimmte Zutat fehlt – Heroin. Grimsby und Schwester Barringer sollen den Stoff besorgen. Doch dann kommt alles anders, und die ganze Sache eskaliert völlig.

Das Ganze wird garniert mit genau so vielen medizinischen und anatomischen Details, dass es absolut glaubhaft wirkt. Richtig klasse gemacht!

Ein kleiner Kritikpunkt: Grimsbys Zögern, einen entwaffneten Mafiakiller zu erschießen. Das passte für mich nicht ganz zu seinem Charakter, machte die Szene aber spannender – insofern absolut akzeptabel.

In diesem Roman wird noch einmal alles verdichtet, was für mich typisch Dr. Morton ist. Deshalb: Kaufen, lesen, genießen!